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Wirtschaftskammer Steiermark und Kärnten starten den Wirtschaftsraum Süd

29. April 2019 | 09:28 Autor: WKS Startseite, Kärnten, Steiermark

Graz (A) Im steirisch-kärnterischen Grenzgebiet wurde der „Wirtschaftsraum-Süd“ ins Leben gerufen. Eine Wirtschafts- und Technologieachse, hinter der federführend die Wirtschaftskammern Steiermark und Kärnten stecken. Zum Start wurden zwei neue Studienprojekte präsentiert, die die Zukunftspotentiale der Region ausloten sollen. Studie eins beschäftigt sich mit den potentiellen Chancen des Koralmtunnels, speziell auf regionaler Ebene.

Die zweite große Studie hat den Fokus auf den gemeinsamen Wirtschaftsraum Steiermark und Kärnten und fokussiert vor allem auf die Qualität, wo mit dem Silicon Alps Cluster ja schon hervorragendes gelungen ist. Aus den ersten Ergebnissen lässt sich auch bereits eine erste Forderung ableiten: die Schaffung bzw. Sicherung von Exzellenzflächen für die wirtschaftliche Entwicklung entlang der Koralmbahn. Dazu haben die beiden WKO-Regionalstellen Deutschlandsberg und Wolfsberg auch bereits Konzepte erarbeitet. Wichtig sei es schon jetzt die entsprechenden Grundstücksflächen rund um den zukünftigen Bahnhof Weststeiermark zu sichern. Hier ist in der Raumordnung bereits viel passiert. Die Gemeinden, die Gesellschafter in der sog. „Laßnitztalentwicklungs-GmbH“ sind, haben bereits gewidmete Grundstücksflächen zugunsten der Grundstücke im Nahbereich des Bahnhofs Weststeiermark liegen.

•    Josef Herk, Präsident WKO Steiermark: „Die Koralmbahn bedeutet für den Süden Österreichs einen Quantensprung. Einen Sprung, der angesichts der langen und fast schon fahrlässigen Vernachlässigung im Bereich der Infrastruktur längst überfällig ist. Es ist das größte sozio-ökonomische Experiment in Österreich seit 165 Jahren, sprich seit dem Bau der Semmeringbahn. Wichtig wird sein, dass wir die Entwicklung entlang der Bahn aktiv vorantreiben. Darum haben wir als Wirtschaftskammern den Wirtschaftsraum Süd initiiert.“

•    Jürgen Mandl, Präsident WKO Kärnten: „Ich begrüße und unterstütze die Bildung eines Wirtschaftsraums Süd, weil wir geografisch und geopolitisch einen deutlichen Nachholbedarf gegenüber den Bundesländern nördlich der Alpen zu bewältigen haben. Das gilt für die Verkehrs- und Informationsinfrastruktur ebenso wie bei Bildung und Forschung. Dieses Österreich der zwei Geschwindigkeiten lässt sich gut an einer aktuellen Studie über die Zukunftschancen der 94 Bezirke Österreich ablesen: Die vorderen Plätze im Ranking nehmen in deutlicher Mehrzahl Bezirke und Regionen nördlich der Alpen ein. Der Wirtschaftsraum Süd stellt sich gemeinsam diesem Aufholprozess, den der Koralmtunnel spürbar unterstützen wird.“

•    Manfred Kainz, Obmann WKO-Regionalstelle Deutschlandsberg: „Mit der Koralmbahn hat die Politik die Basis für eine neue wirtschaftliche Entwicklung im Süden Österreichs geschaffen. Diese Chance gilt es zu nutzen, darum haben wir den Wirtschaftsraum Süd ins Leben gerufen. Eine Wirtschafts- und Technologieachse, die wir als Wirtschaftskammern Steiermark und Kärnten – und hier federführend die Regionalstelle Deutschlandsberg und die Bezirksstelle Wolfsberg – gemeinsam mit den Unternehmern vor Ort weiterentwickeln wollen. Denn das Potential ist auf jeden Fall riesig.“

•    Gerhard Oswald, Obmann WKO-Bezirksstelle Wolfsberg: „Unsere Bezirksstellen der Wirtschaftskammer in Deutschlandsberg und im Lavanttal wirken als Drehscheiben für die jeweiligen Lebens- und Wirtschaftsstandorte, die ähnliche Strukturen in der Lage zwischen zwei Zentralräumen – Graz auf der einen, Klagenfurt-Villach auf der anderen Seite – aufweisen. Wir haben besonders durch die neue Koralmbahn eine gute Infrastruktur und attraktive Rahmenbedingungen und können dadurch selbst eine Verbindung dieser  beiden Zentralräume schaffen – das ist die Wirtschaftsregion Südösterreich, die wir nun gemeinsam angehen und umsetzen werden.“

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