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Klaus Einfalt, Vorstandsmitglied der SW Umwelttechnik

SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner mit Rekordumsatz von 89,3 Millionen Euro

09. April 2021 | 08:34 Autor: Ketchum Publico Startseite, Kärnten

Klagenfurt (A) SW Umwelttechnik erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 89,3 Mio. und stabile Ertragszahlen. Somit ist 2020 gemeinsam mit den beiden Vorjahren 2019 und 2018 eines der drei erfolgreichsten Geschäftsjahre seit dem Gründungsjahr 1910. „Im heurigen Ausnahmejahr kamen uns der spätzyklische Charakter unserer Branche und die längeren Vorlaufzeiten bei Bauprojekten zugute. Abgesehen von einer kurzen – aber heftigen – Irritation unserer Geschäfte im März gestaltete sich unsere Auftragslage stabil. Dazu beigetragen hat auch das Auslaufen der EU-Förderperiode, wodurch die Projektvergabe im Bereich des Tiefbaus zunahm“, so Klaus Einfalt, Vorstandsmitglied der SW Umwelttechnik.

Die Aktie der SW Umwelttechnik stieg im Jahresverlauf von EUR 29,60 auf EUR 42,80 und erreichte damit einen Höchstwert der vergangenen zehn Jahre. „Nach der erfolgreich platzierten Kapitalerhöhung Ende 2019, entwickelte sich unsere Aktie im Geschäftsjahr 2020 weiter positiv. Nach dem pandemiebedingten ATX-Einbruch im März erholte sich der SW-Aktienkurs schnell und stieg schließlich zum höchsten Schlusskurs seit Jahren an“, erläutert Klaus Einfalt den Kursverlauf.

Dividendenvorschlag
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,90 je Aktie vorschlagen.

Umsatz und Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete SW Umwelttechnik EUR 89,3 Mio. (VJ EUR 97,2 Mio.). Das EBIT liegt mit EUR 11,5 Mio. auf Vorjahresniveau (VJ EUR 11,6 Mio.). Das EBITDA beläuft sich auf EUR 15,5 Mio. (VJ EUR 15,4 Mio.). Die EBIDTA-Marge liegt bei 17 % (VJ 16 %). Das Finanzergebnis reduzierte sich auf EUR -2,6 Mio. (VJ EUR -2,0 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern liegt mit EUR 9,0 Mio. weiterhin auf hohem Niveau (VJ EUR 9,6 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern beträgt EUR 6,8 Mio. (VJ EUR 8,1 Mio.).

Segmente und Regionen
Der Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr wuchs insgesamt um 12,3 % auf EUR 44,0 Mio. (VJ EUR 39,1 Mio.) und macht damit 49 % des Gesamtkonzernumsatzes aus (VJ 40 %). Trotz der wirtschaftlichen Ausnahmelage führte die endende EU-Förderperiode 2014 – 2020 in Rumänien zu einer verstärkten Projektvergabe im Tiefbausektor. Da in Ungarn die Strukturfonds in der gesamten Periode bereits auf hohem Niveau in Anspruch genommen wurden, entwickelte sich hier die Bauaktivität im Tiefbausektor rückläufig. In Österreich wurden Entwässerungs- und Verkehrsprojekte auf ähnlichem Niveau umgesetzt wie im Vorjahr, das Italiengeschäft brach jedoch infolge der Pandemie zu einem Großteil weg.

Der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen war im Gegensatz zum Tiefbausektor von der angespannten gesamtkonjunkturellen Entwicklung betroffen und schrumpfte um 22,0 % auf EUR 45,3 Mio. (VJ EUR 58,1 Mio.). Insbesondere ab dem Sommer wurde in Ungarn und Rumänien unter den Industrie- und Gewerbekunden eine abwartende Haltung spürbar. Zusätzlich kam es zu Verzögerungen bei Genehmigungsprozessen und -verfahren, wodurch Projektstarts nach hinten verschoben wurden. In Österreich blieben die Umsätze des Hochbausektors stabil, das reduzierte Italiengeschäft wirkte sich jedoch auch hier negativ aus. Der Anteil dieses Segments am Konzernumsatz beträgt 2020 somit 51 % (VJ 60 %).

In Ungarn bedingte die bereits hohe Ausschöpfungsrate der EU-Fördermittel eine gegenläufige Entwicklung als in Rumänien, der Umsatz in Ungarn sank um rund 15 % auf EUR 49,2 Mio. (VJ EUR 57,7 Mio.). Der ungarische Anteil am Konzernumsatz beträgt 55 % (VJ 59 %). In Rumänien wuchs der Umsatz auf EUR 26,4 Mio. (VJ EUR 25,8 Mio.). Der Anteil am Konzernumsatz beläuft sich somit auf 29 % (VJ 27 %). In Österreich stieg der Umsatz um 4 % auf EUR 12,2 Mio. (VJ EUR 11,7 Mio.). Der Umsatzanteil beträgt somit 14 % (VJ 12 %). Die Konzern-Exportumsätze sanken geringfügig auf EUR 1,5 Mio. (VJ EUR 2,0 Mio.).

Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der SW Umwelttechnik beträgt per Ultimo EUR 85,5 Mio. (VJ EUR 92,6 Mio.). Die langfristigen Vermögenswerte liegen bei EUR 56,0 Mio. (VJ EUR 58,0 Mio.). Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf EUR 29,5 Mio. (VJ EUR 34,6 Mio.). Mit dem ausgezeichneten Ergebnis und in Folge einer weiterhin sehr positiven Ertragslage stieg das Eigenkapital auf EUR 20,6 Mio. (VJ EUR 16,6 Mio.), die Eigenkapitalquote erreichte damit 24,2 % (VJ 17,9 %).

Sowohl die langfristigen als auch die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden im abgeschlossenen Geschäftsjahr reduziert und liegen in Summe bei EUR 49,3 Mio. (VJ EUR 56,0 Mio.). Davon entfallen EUR 38,4 Mio. (VJ EUR 42,5 Mio.) auf langfristige Finanzverbindlichen und EUR 10,9 Mio. auf kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (VJ EUR 13,5 Mio.). Die Nettoverschuldung wurde somit um rund 10 % reduziert und liegt per Ultimo bei EUR 46,5 Mio. (VJ EUR 51,4 Mio.).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2020 beschäftigte die SW Umwelttechnik 597 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VJ 540), davon 357 Arbeiterinnen und Arbeiter (VJ 316) und 240 Angestellte (VJ 224). Die Personalkosten stiegen somit auf EUR 15,1 Mio. (VJ EUR 14,6 Mio.).

111-Jahresjubiläum und zuversichtlicher Ausblick
Auf eine Phase der außergewöhnlich starken Konjunktur, insbesondere in Osteuropa, folgte aufgrund der Corona-Pandemie ein Geschäftsjahr voller wirtschaftlicher Unsicherheiten. „Dass wir das Jahr 2020 so gut meistern konnten, verdanken wir dem hohen Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einer flexiblen Steuerung durch die Entwicklungen in unseren Märkten“, erläutert Klaus Einfalt.

Für alle drei Kernmärkte der SW Umwelttechnik wird nach dem Konjunktur-Einbruch im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein deutliches Wirtschaftswachstum erwartet. Als zeitverzögerte Folge der Pandemie könnte sich jedoch eine Abschwächung des Bausektors zeigen, da dieser in starker Abhängigkeit zu der Bewilligung von Förderungen und Investitionsbeiträgen steht. Während der Geschäftsbereich Hoch- und Wohnbau von einem bevorstehenden allgemeinen Aufschwung der Wirtschaft profitieren wird, hängt die weitere Entwicklung im Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr stark von Projektvergaben im Rahmen der neuen EU-Förderperiode ab.

„Die Einschränkungen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie werden auch die kommenden Monate prägen. Für die Baubranche ist eine Wiederaufnahme der Normalität jedoch zumindest im zweiten Halbjahr wahrscheinlich. Wir blicken daher vorsichtig zuversichtlich auf 2021. Jedenfalls ein Grund zur Freude ist unser heuriges 111-jähriges Jubiläum, das wir mit den drei besten Geschäftsjahren ehren“, so Einfalt.

Über SW Umwelttechnik:
Das 1910 in Klagenfurt gegründete Familienunternehmen SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, seit 1997 an der Wiener Börse notiert, entwickelt und produziert Betonfertigteile für den Auf- und Ausbau der Infrastruktur über und unter der Erde – seit 1910 in Österreich, seit 1990 in Ungarn und seit 2001 in Rumänien. So erhöht das Unternehmen die Standortattraktivität und Lebensqualität in Österreich und CEE.

    SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG

    Bahnstraße 89, 9020 Klagenfurt
    Österreich
    +43 463 32109-703

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