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Stabiles Netz, stabile Zahlen: Kelag schreibt 110 Millionen Euro Gewinn

29. April 2021 | 10:07 Autor: Kelag Startseite, Kärnten

Klagenfurt (A) Trotz der Pandemie-bedingten außerordentlich schwierigen Rahmenbedingungen konnte die Kelag das Geschäftsjahr 2020 erfolgreich abschließen und das Ergebnis im Vergleich zu 2019 stabil halten.

Die Ergebnisse 2020 im Überblick:

  • Umsatzerlöse: 1,06 Mrd. EUR (2019: 1,30 Mrd. EUR)
  • Konzernergebnis: 110,0 Mio. EUR (2019: 111,1 Mio. EUR)
  • Investitionen und Instandhaltung: 177,6 Mio. EUR (2019: 178,7 Mio. EUR)
  • Beschäftigte: 1.694 (2019: 1691)

Der Umsatz sank – vor allem durch niedrigere Handelsmengen und Corona-bedingten Minderverbräuche – im Jahr 2020 von 1,30 Mrd. Euro auf 1,06 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis betrug 110,0 Mio. Euro und konnte trotz gesunkener Umsatzerlöse durch eine überdurchschnittlich hohe Wasserführung im Vergleich zum Vorjahr (111,1 Mio. Euro) stabil gehalten werden.

"Dank der Resilienz und Stabilität – insbesondere aufgrund des breit diversifizierten Geschäftsport- folios und des straffen Kostenmanagements – ist es der KELAGgelungen, Ergebnisstabilität zu erzie- len. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie waren dennoch deutlich spürbar", sagt Danny Güthlein, Mitglied des Vorstandes der Kelag.

"In allen wesentlichen Geschäftsfeldern sind die Umsätze gesunken, da Industrie- und Gewerbekunden weniger Energie nachgefragt haben und die Großhandelspreise vorübergehend starkgefallen sind."

Entlastung durch hohe Wasserführung
Eine wesentliche Entlastung brachte die überdurchschnittlich hohe Wasserführung, die mit 113,1% um fast 18 Prozentpunkte über dem Wert des Jahres 2019 (95,3%) lag. "Dadurch erhöhtesich unsere eigene Stromaufbringung aus Wasserkraftum 640 auf 3.601 Mio. Kilowattstunden", so Güthlein weiter.

Positiv zum Ergebnis beigetragen haben auch die gestiegene Nachfrage der Privatkunden und eine positive Kundenbilanz. Trotz pandemiebedingten Einschränkungen gelang es der Kelag und ihren Tochtergesellschaften während des gesamten Jahres 2020, den Betrieb der Anlagen, die Instandhaltung, die Störungsbehebung und die Serviceleistungen für die Kunden weiter aufrecht zu erhalten.

Investitionen in die Energiewende und Versorgungssicherheit
"Das Geschäftsjahr 2020 zeigt einmalmehr die Bedeutung unseresdiversifizierten und nachhaltigen Geschäftsfeldportfolios, beginnend bei der Stromerzeugungaus erneuerbarer Energie über die Verteilung, den Handel und Verkauf von Energie bis hin zur Beschäftigung mit Geschäftsfeldern wie E- Mobilität und Photovoltaik", betont Manfred Freitag, Sprecher des Vorstandes.

Daraus leitet sich für Freitag eine klare strategische Vorgabe für die Zukunft ab: "Wir setzen unseren Weg der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energie und dem damit einhergehenden Netzausbau konsequent fort."

Im Geschäftsjahr 2020 investierte die Kelag insgesamt 149 Mio. Euro. Zu den wesentlichsten Investitionsprojekten zählten der Bau und der Erwerb von Kraftwerken zur Stromerzeugung aus erneuer- barer Energie, der Ausbau der Fernwärmenetze zur Nutzung von industrieller Abwärme und Biomasse und ein Windkraftprojekt in Kroatien.

Im Netzbereich wurden vor allem in die Errichtung der 220/110-kV-Netzabstützung für den Großraum Villach sowie in die flächendeckende Installation von digitalen Stromzählern investiert.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Personalstand der KELAG und ihrer Tochtergesellschaften ist im Geschäftsjahr 2020 leicht auf 1.694 gestiegen, 100 davon sind Lehrlinge.

Die KELAG setzt auf die konsequente Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit einem besonderen Fokus auf die Ausbildung von Lehrlingen. Das Geschäftsjahr 2020 hat gezeigt, dass in Krisenzeiten ein motiviertes und engagiertes Team ein wesentlicher Faktor zur Krisenbewältigung ist.

Neben der Corona-Krise waren auch wetterbedingte Extrem-Ereignisse wie die Nassschneefälle am Jahresendeeine große Herausforderung.

Ausblick 2021
Die stabile Ertrags- und Finanzkraft ermöglicht der Kelag die Fortführungihres langfristigen Investitionsprogrammes mit den Schwerpunkten Wasser- und Windkraft, Photovoltaik, Biomasseprojekte sowie Ausbau und Modernisierung der Netzinfrastruktur.

"Bis zum Jahr 2025 wollen wir rund 1 Mrd. Euro insbesondere in die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger investieren und die Energiewende aktiv mitgestalten", betont Güthlein.

Für das Jahr 2021 plant das Unternehmen inkl. des Erwerbs von Kraftwerken in Frankreich und Portugal Investitionen im Umfang von rund 225 Mio. Euro. Der Vorstand erwartet Ergebniskontinuität, wobei die Entwicklungen abhängig vomweiteren Pandemieverlauf in höherem Ausmaßvon Unsicherheiten geprägt sein werden.

  • Danny Güthlein, Mitglied des Kelag-Vorstands. (Foto: Kelag)
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  • Manfred Freitag, Sprecher des Kelag-Vorstands. (Foto: Kelag)
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