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Entwicklungsagentur Kärnten - Betriebsansiedlung BB Feinmechanik GmbH. Sabrina Schütz-Oberländer/EAK-Geschäftsführung, Bürgermeister Christian Scheider, Marco Bartoletti/CEO BB SpA, Vizebürgermeisterin Dr.Maria-Luise Mathiaschitz, Landesrat Christian Benger (Bild: fritzpress)

"Made in Kärnten" - BB Feinmechanik investiert rund 4 Mio. Euro und schafft rund 30 neue Arbeitsplätze

30. Oktober 2014 | 08:27 Autor: Entwicklungsagentur Kärnten Kärnten

Klagenfurt (A) Erfreuliche Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Kärnten: Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde am 30. Oktober 2014 die Ansiedlung der BB Feinmechanik GmbH in Klagenfurt bekannt gegeben. Das italienische Unternehmen investiert am Standort Klagenfurt rund 4 Mio. Euro und wird bis zu 30 Arbeitsplätze schaffen.

Die BB Feinmechanik GmbH bezieht die ehemalige Halle der Hirsch-Kunststofffolienerzeugung im Süden Klagenfurts, die in den nächsten Wochen adaptiert wird. Produziert werden hier ab Anfang Jänner 2015 Komponenten aus hochwertigen, umweltfreundlichen Metallen für die internationale Taschen-, Schuh- und Uhrenindustrie im Luxussegment. Die hier im Warmpressverfahren gefertigten Teile werden im Anschluss mit CNC-Fräsmaschinen bearbeitet und zur Endbearbeitung nach Italien transportiert.

Die im Jahr 2000 gegründete italienische Gruppe BB SpA (AG) hat ihren Sitz bei Florenz und ist im Bereich Präzisionsmechanik tätig. Jährlich erreicht die Gruppe mit 7 Unternehmen einen Umsatz von etwa EUR 40 Mio. und beschäftigt 190 Mitarbeiter. Verwendet werden für die Taschen-, Uhren- und Schuhkomponenten (z.B. Gürtelschnallen, Griffe, Schließsysteme bei Taschen) verschiedene Materialien wie Stahl, Messing, Aluminium, Holz und Kunststoffe. Auch Steine von Swarovsky werden eingesetzt. Geplant und produziert werden Prototypen sowie Einzelstücke auf Kundenwunsch bis hin zur Serienfertigung. Die Gruppe verfügt über eine eigene Forschungsabteilung sowie ein Designzentrum, das unter anderem mit der Universität Florenz kooperiert. Hier werden neue Produktionsverfahren sowie auch innovative Materialien entwickelt.

Was das Unternehmen neben der Produktqualität und seinem Umweltbewusstsein (bleifreie Materialien) auszeichnet, ist der ethische Grundsatz des Eigentümers Marco Bartoletti, der auch körperlich und seelisch beeinträchtigte Personen für die Präzisionsarbeiten einsetzt.

"Die Entscheidung für unseren neuen Firmenstandort ist auf Österreich bzw. Kärnten gefallen", erklärte Marco Bartoletti erfreut. "Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Seriosität und die Stabilität Österreichs, die es uns und unseren Kunden ermöglicht, sich auf das eigentliche Geschäft zu konzentrieren. Natürlich spielten auch die verfügbaren qualifizierten Mitarbeiter im Metallbereich sowie das unternehmerfreundliche Steuersystem eine wichtige Rolle. Darüber hinaus haben wir in der Entwicklungsagentur Kärnten einen optimalen Partner und beste Unterstützung gefunden, die wir woanders nicht bekommen hätten", führt er weiter aus.

Landesrat Christian Benger betonte, wie wichtig es für ein Land sei, offen zu sein für Investoren. "Wir haben in Kärnten eine neue Willkommenskultur geschaffen. Mein Ziel als Wirtschaftslandesrat ist es, Kärnten als investorenfreundlichste Region im Alpe-Adria-Raum zu positionieren", so Benger anlässlich der Ansiedlung der BB Feinmechanik. Dazu gehören nicht nur Weltoffenheit, dazu gehören auch rasche Abläufe für Verfahren und Widmungen sowie der One-Stop-Shop von der Anfrage bis zur Ansiedlung selbst. "Investoren müssen wissen, dass wir in Kärnten schnell, unbürokratisch und korrekt arbeiten. Das muss unser Ziel sein, wenn wir weitere Arbeitsplätze im Land haben wollen", betonte Benger.

Sabrina Schütz-Oberländer, Geschäftsführerin der Entwicklungsagentur Kärnten, freute sich nicht nur über diese gelungene Ansiedlung, sondern über die generell großen Vermarktungserfolge der EAK in Italien. "Bereits im Vorjahr waren von den 46 Ansiedlungsprojekten, die wir in Kärnten realisieren konnten, 28 italienischen Ursprungs. Und das Interesse der Unternehmer aus unserem südlichen Nachbarland ist ungebrochen: Derzeit bearbeiten wir nicht weniger als 160 Projekte aus Italien. Wir erwarten uns deshalb für 2015 die Umsetzung weiterer Industrie- und Gewerbeprojekte aus dem Alpen-Adria-Raum."

"Der Wirtschaftsstandort Klagenfurt ist stolz, mit dem italienischen Produktionsunternehmen BB Feinmechanik GmbH wieder einen Betrieb in der Landeshauptstadt begrüßen zu können. Rund 30 neue Arbeitsplätze und eine Investition von etwa vier Millionen Euro sind wichtige Impulse in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Als langjähriger Sozialreferent der Stadt freut es mich besonders, dass das Unternehmen auch körperlich und seelisch beeinträchtigte Personen beschäftigt und damit ein wunderbares Zeichen für gelebte Inklusion im Arbeitsalltag setzt", erklärte Bürgermeister Christian Scheider.

Für Klagenfurts Stadtplanungsreferentin, Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz, ist die Betriebsansiedlung ein wichtiger Impuls für den Klagenfurter Wirtschaftsstandort. "Eine wichtige Zielsetzung der Klagenfurter Politik muss es sein, Betriebsansiedlungen zu unterstützen. Dies findet sich auch im beschlossenen Stadtentwicklungskonzept 2020+ wieder.
Grundlegendes Ziel einer kommunalen Wirtschaftsförderung ist die Pflege der Standortbedingungen vor Ort sowie der Wirtschaftsstruktur. Die Stadt fungiert hierbei als zentrale Servicestelle und hat die wichtige Aufgabe den Standort zu vermarkten. Ein wichtiger Faktor dabei ist der Ausbau von bedarfsorientierten und zukunftsweisenden Bildungsschwerpunkten."


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