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Walter Wiedenbauer, Herta Stockbauer und Helmut Petschar geben Tipps zur Nachhaltigkeitsbericht-erstattung

Aktionstage Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeitsberichterstattung wird Trend und Notwendigkeit für heimische Betriebe

08. Oktober 2014 | 16:38 Autor: respACT Wien, Kärnten

Wien/Villach (A) Im Rahmen der Aktionstage Nachhaltigkeit präsentierte die Unternehmensplattform respACT im Rahmen einer Pressekonferenz bei der Firma Sto in Villach die Neuerungen im Bereich der Berichterstattung von Unternehmen.

"In Zukunft kommt kein großes Unternehmen mehr an der Nachhaltigkeitsberichterstattung vorbei. Der europäische Rat hat Ende September eine Richtlinie verabschiedet, die bestimmte große Unternehmen dazu verpflichtet, künftig über soziale und ökologische Aspekte Bericht zu erstatten. Dies untermauert ganz eindeutig den Trend in Richtung Nachhaltiges Wirtschaften," leitet Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank und Vizepräsidentin von respACT die Pressekonferenz ein.

Neue EU-Direktive macht Nachhaltigkeitsberichterstattung für einige Unternehmen verpflichtend
Der europäische Rat hat am 29. September 2014 eine Richtlinie zur Offenlegung bestimmter nicht-finanzieller Aspekte von großen Unternehmen verabschiedet. Diese sollen künftig über ihre Strategien, Risiken und Ergebnisse in Bezug auf ökologische, soziale und mitarbeiterbezogene Aspekte, über die Wahrung der Menschenrechte, über Anti-Korruption sowie über Vielfalt berichten. Konkret betrifft die Richtlinie "Unternehmen im öffentlichen Interesse" mit mehr als 500 MitarbeiterInnen, mit mehr als EUR 20 Millionen Bilanzsumme und mehr als EUR 40 Millionen Nettoumsatz. Darunter fallen etwa börsennotierte Unternehmen oder Banken und Versicherungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Richtlinie ca. 200 österreichische und insgesamt rund 6.000 europäische Unternehmen betreffen wird. Ziel der Richtlinie ist es, die Transparenz und die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte von Unternehmen in der EU zu erhöhen.

Nachhaltigkeitsberichterstattung national und international im Vormarsch
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist allerdings nicht erst seit Verabschiedung der neuen EU-Richtlinie im Vormarsch. "Bei respACT bemerken wir ein stetig wachsendes Interesse an Nachhaltigkeitsberichten - auch von Klein- und Mittelbetrieben. Wir bieten Unternehmen auf allen Ebenen Unterstützung an, etwa in Form von Arbeitsgruppen, Einsteigerworkshops oder eines kürzlich publizierten Leitfadens, der erklärt, wie Betriebe in sechs Schritten einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen können," resümiert Herta Stockbauer die Entwicklungen hierzulande. Helmut Petschar, Direktor der Kärntnermilch und Preisträger des "Austrian Sustainability Reporting Award" ergänzt: Die Vorteile von Nachhaltigkeitsberichterstattung liegen auch für mittelständische Betriebe auf der Hand. Unser Nachhaltigkeitsbericht hilft uns bei der Evaluierung unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten. Darüber hinaus stärken wir die Glaubwürdigkeit gegenüber unseren wichtigsten Anspruchsgruppen.

Trend zur Messung von nachhaltigem Wirtschaften
Die Firma Sto wurde 2014 mit dem TRIGOS Kärnten und dem TRIGOS Österreich, der wichtigsten heimischen Auszeichnung für Corporate Social Responsibility, ausgezeichnet. "Für uns ist das Thema Nachhaltigkeit bereits seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Ob ressourcenschonende Produktion, die Verkürzung der Transportwege oder Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der MitarbeiterInnen - all diese Aspekte tragen für uns zu einem Wettbewerbsvorteil und zur Positionierung als verantwortungsvoller Arbeitgeber bei. Dass wir demnächst auch über unsere Nachhaltigkeitsleistungen Bericht erstatten werden, ist daher für uns selbstverständlich," fasst Walter Wiedenbauer, Geschäftsführer der Sto GmbH die Vorteile nachhaltigen Wirtschaftens zusammen.

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