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Griffner Produktionsleiter Klaus Kogelnig mit Griffner Geschäftsführer Georg Niedersüß vor der Maschine.

Griffner: Investition in neue Dämmtechnologie

22. März 2017 | 13:29 Autor: Senft & Partner Österreich, Kärnten

Griffen (A) Mit der Investition in ein neues Dämmverfahren optimiert der Kärntner Premiumhaus-Hersteller Griffner die Energieeffizienz aller Haustypen und verringert gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens. 

Nach einer Großinvestition in den Maschinenpark 2015 investiert GRIFFNER 2017 neuerlich 250.000 Euro in verbesserte Technologie. Diesmal geht es um die Dämmung der Einfamilienhäuser. Aus ökologischen Gründen setzt GRIFFNER dabei vorrangig auf Holzwolle in der Konstruktion. Die Holzwolle wurde bisher in Platten geliefert, im Werk zugeschnitten und in die Holzkonstruktion eingebaut. Seit wenigen Tagen wird der Dämmstoff eingeblasen, und das bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, erklärt GRIFFNER Eigentümer Mag. Georg Niedersüß: „Für unsere Kunden ist wichtig, dass wir die schon bisher hochqualitative Wärmedämmung noch weiter verbessern. Die Einblastechnologie stellt sicher, dass die Holzwolle selbst den letzten kleinen Winkel ausfüllt. Das gibt zusätzliche Sicherheit.“ Die Menge des Dämmstoffs und die Dämmwirkung bleiben auf gleich hohem Niveau wie zuvor, die positiven Auswirkungen auf die Umwelt sind erheblich größer. Wird in Platten geschnittene Holzwolle transportiert, kann ein LKW gerade mal 40 m3 Dämmstoff laden. Diese Menge reicht für durchschnittlich zwei GRIFFNER Häuser. Der Großteil dieser 40 m3 aber ist Luft, die zwischen den Fasern steht und eigentlich die Dämmung bewirkt. Bei der neuen Einblastechnik wird die Holzwolle für den Transport auf ein Drittel ihres Ausgangsvolumens komprimiert. Vor dem Einblasen im Werk nimmt sie ihr Ursprungsvolumen wieder an. „So können wir durch die Umstellung von Platten auf Blaswolle zwei Drittel der Dämmstofftransporte einsparen“, betont Niedersüß. „Unsere Häuser sind aufgrund der eingesetzten Materialien ökologisch hochwertig. Den gleichen Anspruch stellen wir auch an unser Produktionsverfahren.“

Ein weiterer positiver Effekt im sorgsamen Umgang mit Ressourcen ergibt sich aus der Tatsache, dass beim Einblasverfahren im Vergleich zur Plattenverarbeitung kein Verschnitt anfällt. Dieser Verschnitt könnte zwar wieder in den Herstellungsprozess rückgeführt werden, aber dorthin müsste das Material erst wieder gebracht werden – was wiederum zu verkehrsbedingten Schadstoffemissionen führt.

Die Einblasmaschine für Holzwolle bei GRIFFNER ist die erste dieser Art in Österreich. Vergleichbare Anlagen gibt es allerdings schon in Deutschland und in der Schweiz. Anton Spitaler, Geschäftsführer des Anlagenherstellers Isocell, betont, dass die Einsparungen bei Logistik und Arbeitszeit wesentlich zur Effizienz der Vorfertigung im Holzbau beitragen. Die Investition in die neue Einblastechnik amortisiere sich allein durch die verringerten Transportkosten. So gehen ökonomisch und ökologisch sinnvolle Anforderungen Hand in Hand.

  • Die Einblasmaschine mit einer bereits mit Holzwolle gefüllten Kammer.
    uploads/pics/Einblasmaschine_GRIFFNER_.jpg

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