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Der Leopold Bischof Ring für besonderes ehrenamtliches Engagement im Sozialbereich wurde am Freitagabend (24.5.2013) zum zweiten Mal vergeben. Im Bild (von links): Dr. Thomas Bischof, Präsident des Arbeitskreises für Vorsorge- und Sozialmedizin, Walter Tschegg, Ehrenpräsident der Vorarlberger Lebenshilfe, und Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Nussbaumer. (Foto: Dietmar Mathis)

Walter Tschegg erhält zweiten Leopold Bischof Ring des aks - Ehrung für Tscheggs Verdienste um die Lebenshilfe Vorarlberg

27. Mai 2013 | 08:14 Autor: Pzwei Vorarlberg

Bregenz (A) Der aks – Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin hat am 24. Mai 2013 den Ehrenpräsidenten der Lebenshilfe Vorarlberg mit dem zweiten Leopold Bischof Ring ausgezeichnet. Walter Tschegg habe als Mitglied der ersten Stunde Herausragendes für die Lebenshilfe geleistet, betonte aks-Präsident Thomas Bischof.

Der Leopold Bischof Ring wird jährlich an eine ehrenamtlich im Sozialbereich engagierte Person verliehen.

Mehr als vierzig Jahre lang war Walter Tschegg ausschließlich ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen für die Lebenshilfe Vorarlberg in der Gemeinde Götzis, der Region Kummenberg und in ganz Vorarlberg tätig. Seit 1970 hat der Götzner auf unterschiedlichen Organisationsebenen die Lebenshilfe mitinitiiert, mitaufgebaut und zuletzt auch als Präsident geführt.

„In einer materiell orientierten Welt hat Walter Tschegg schon sehr früh sein Augenmerk auf die Menschen am Rand der Gesellschaft gelegt und diesen zu einem würdigen Leben verholfen“, betonte aks-Präsident Thomas Bischof, Sohn des aks-Gründers Leopold Bischof, in seiner Ansprache im Palast in Hohenems. „Menschen wie Walter Tschegg tragen in einem hohen Maß zu unserem gesellschaftlichen Wohlstand bei. Sie machen unsere Welt lebenswerter und lebensfähiger.“

„Nicht fragen, was bekomme ich dafür“
Zur Lebenshilfe Vorarlberg kam der vielfach ausgezeichnete Walter Tschegg durch einen Unglücksfall in der Familie. Der tödliche Verkehrsunfall seines Sohnes 1970 veranlasste den Familienvater zu einer Spende für die „Beschützende Werkstätte“ in Götzis. Ein Besuch dort veränderte das Leben des damals 33-Jährigen. „Die Situation der 14 Kinder in der Werkstätte ließ mich nicht mehr los“, erzählte Tschegg in seiner Dankesrede.

Also krempelte er die Ärmel hoch und wurde 1971 Mitglied der Organisation, die er in vielen Funktionen mitgestaltete. Unter anderem fungierte er bis 2010 als Obmann der Region Kummenberg sowie als Finanzreferent, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Vizepräsident und Präsident der Lebenshilfe Vorarlberg.
In diese Zeit fällt die Eröffnung zahlreicher Werkstätten, Wohnanlagen und die Umstrukturierung der Lebenshilfe. „Gemeinsam mit meinen Kollegen habe ich viel erreicht“, freut sich Tschegg. „Dabei motivierte mich mein Leben lang der Leitspruch meines Vaters: ‚Man muss etwas tun und nicht fragen, was bekomme ich dafür‘.“

Der Leopold Bischof Ring
Der Leopold Bischof Ring wird seit 2012 jährlich an eine Person verliehen, die sich im Gesundheits- und Sozialbereich des Landes besondere Verdienste erworben hat. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Altlandeshauptmann Herbert Keßler. Mit dem Preis ehrt der aks aber auch seinen Gründer Leopold Bischof. Der Arzt und spätere Vorarlberger Ärztekammerpräsident hatte die Organisation 1964 gemeinsam mit dem damaligen Leiter der Abteilung Soziales und Gesundheit, Hermann Girardi, und weiteren Ärzten gegründet.

Zur Person:
Walter Tschegg

  • Ehrenpräsident der Lebenshilfe Vorarlberg seit 2010
  • Seit 1970 Mitglied der Organisation, verschiedene Funktionen wie Obmann der Region Kummenberg sowie Finanzreferent, Aufsichtsratsvorsitzender, Vizepräsident, Präsident der Lebenshilfe Vorarlberg.
  • Gestaltete die Lebenshilfe Vorarlberg maßgeblich mit. In seine aktive Vereinszeit fällt der Ausbau der Lebenshilfe mit der Errichtung zahlreicher Werkstätten, Wohnanlagen und der Umstrukturierung der Organisation
  • Auszeichnungen: 1980 Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg, 2001 Großes Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg, 2004 Ehrung des Bundessozialamtes für verdiente Persönlichkeiten im Sozialbereich
  • Geboren: 27. November 1937 in Bregenz
  • Ausbildung: Volksschule, Untergymnasium, Handelsschule, Fachausbildung bei Raiffeisen
  • Familie: verwitwet, 3 Kinder

    aks Arbeitskreis für Vorsorge und Sozialmedizin gGmbH

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