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Mag. Monika Fiala

Mag. Monika Fiala – ein gelungenes Netzwerk zwischen burgenländischem Mineralwasser und Großglockner Berglauf

13. Dezember 2019 | 09:55 Autor: Brigitta Mesenich | WIRTSCHAFTSZEIT Vorarlberg, Tirol, Wien, Steiermark, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Startseite, Burgenland

Abseits ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin des mittelburgenländischen Mineralwasserunternehmens Waldquelle tankt Mag. Monika Fiala bevorzugt beim Sport Kraft für ihren Top-Job am heimischen Getränkemarkt. Die frisch gebackene Managerin des Jahres im Burgenland ist nicht nur begeisterte Langstrecken- und Bergläuferin, sondern bewegt sich auch mit Vorliebe auf dem Mountainbike. Ihre Naturverbundenheit lebt die studierte Betriebswirtin auch beruflich aus: Organisierte Familienwandertage in Kobersdorf und Bäume pflanzen im Wienerwald gehören zu ihren Lieblingsprojekten.

Innere Ruhe ist ein gefragtes Gut, wenn man wie Sie Geschäftsführerin eines Unternehmens, das im Jahresdurchschnitt 80 Mitarbeiter beschäftigt, ist. Kraft tanken Sie am liebsten beim Mountainbiken oder Berglaufen. Wie leicht oder wie schwer lässt sich Ihre sportliche Leidenschaft in Ihr Managementdasein und als Mutter von Zwillingen integrieren?
Es ist tatsächlich oft eine große Herausforderung, meinen Alltag zu organisieren. Es braucht vor allem ein gutes Netzwerk für die Kinderbetreuung, und ich muss Prioritäten setzen. Sportliche Aktivitäten in der Natur sind für mich sehr wichtig und finden großteils auf das Wochenende fokussiert statt.

Wo laufen Sie am liebsten?
Da ich im 14. Wiener Bezirk lebe, liegt mir der Wienerwald sozusagen zu Füßen und ist fürs alltägliche Laufen gut geeignet. Auch das Mittelburgenland hat für zwischendurch einige Höhenmeter zu bieten. Meine Chancen, mich auf etwas steileren Bergen zu bewegen, nutze ich vor allem im Urlaub. Da geht es bevorzugt nach Südtirol, ins Zillertal oder zum Großglockner, wo mich der Mythos Berglauf schon einige Mal gerufen hat.

Sie sind auf einem Bauernhof in der Steiermark aufgewachsen und befinden sich in Ihrer derzeitigen Lebensphase mitten im oberen Management der heimischen Getränkebranche. Wie sehr prägt Sie dieses naturnahe Aufwachsen in Ihrem Berufsleben?
Schon sehr! Je älter ich werde, desto mehr bemerke ich, dass ich dafür sehr dankbar bin. Als junger Mensch bin ich vor der Enge des Landlebens geflohen. Heute weiß ich, dass ich durch dieses Leben am Bauernhof gelernt habe, die Signale der Natur zu deuten. Eine wichtige Grundlage für meinen derzeitigen Job bei Waldquelle Mineralwasser und meine ausgeprägte Naturverbundenheit.

Ihr Unternehmen, die Waldquelle Kobersdorf Ges.m.b.H., gilt als wichtiger lokaler Arbeitgeber im Burgenland und zukunftsweisend, was den Mineralwassermarkt betrifft. Sie möchten vor allem Werte wie Natur, Regionalität und Familiensinn einfließen lassen. Das klingt wohltuend, aber nicht immer mit Verkaufszahlen vereinbar. Oder doch?
Das ist tatsächlich ein sehr wichtiger Punkt! Ich bin überzeugt davon, dass sich im Lebensmittelhandel viel verändern wird. Gerade wegen unseres digitalen Zeitalters haben regionale Unternehmen die Chance, anders auf den Konsumenten zuzugehen. Dieser spürt, dass Achtsamkeit mit Natur und Umwelt ein wichtiger Faktor ist. Diese Möglichkeit, unseren Platz am Markt zu sichern, müssen wir aufgreifen. Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Erfolg zu verknüpfen. Derzeit investiert Waldquelle massiv in Glasflaschen, was beim Konsumenten sehr gut angenommen wird. Die Grundlage unserer Produkte ist der aktive Beitrag zum Naturschutz.

Ihr jährlich initiierter Familienwandertag im burgenländischen Kobersdorf findet großen Anklang. Rund 2500 Wanderer folgten in diesem Jahr schon dem Ruf. Ein Erfolg, der für Sie absehbar war?
Das ist wirklich eine gute Frage! Unsere Marketingleiterin Dagmar Habeler brachte den Vorschlag, und wir haben die Idee gemeinsam weiterentwickelt. Hinter dem Familienwandertag steckt wirklich viel Herzblut! Fast alle regionale Vereine sind eingebunden, und jeder leistet seinen Beitrag. Einen Faktor, den die teilnehmenden Wanderer spüren!

Am ersten Wandertag stand ein großes Fragezeichen: Wieviele Leute werden wohl kommen? Dass gleich 1000 Wanderer teilgenommen haben, löste ein großes Glücksgefühl aus. Heuer hat sicher auch das wunderschöne Herbstwetter mitgeholfen, aber auch das abwechslungsreiche Angebot für die ganze Familie hat sich herumgesprochen. Der Einzugskreis ist mittlerweile auf Wien, Oberösterreich, Steiermark und das Südburgenland angewachsen.

Aktionen wie gemeinsames Pflanzen von Bäumen im Wienerwald und Mittelburgenland gehören ebenfalls zu Ihrem Programm wie der ganz normale Management-Wahnsinn. Wie sehr belebt das Ihren Arbeitsalltag?
Management-Wahnsinn ist eine gute Beschreibung und trifft es auf den Punkt. Diese Projekte beleben meinen Arbeitsalltag ganz essentiell! Vor allem die Baumpflanzaktion mit Kindern der Volkschule Kobersdorf und in Kooperation mit dem Schottenstift war für mich ein besonderes, unvergessliches Erlebnis und wird seine Fortsetzung finden. Der Alltag im Management wird immer anspruchsvoller und die Rahmenbedingungen - z.B. im Lebensmittelhandel-  werden immer herausfordernder. Diese  lässigen Termine sind daher ungemein bereichernd für meinen Alltag und lassen mich Energie für die nächsten Herausforderungen tanken.

Welche Strecke bzw. welchen Berg möchten Sie unbedingt noch im Laufschritt bewältigen?
Lauftechnisch gibt es noch vieles, das mich begeistert: Ich möchte im Winter an der Streif Vertical Up in Kitzbühel teilnehmen. Man läuft die legendäre Abfahrt bergauf - und das natürlich bei Schneelage. Eine Herausforderung, die mich extrem reizt! Aber auch die Burgenland Extrem Tour habe ich im Auge.

Angenommen, sie hätten drei Wünsche frei. Wie würden diese lauten?
Dass in unserer Gesellschaft mehr Zufriedenheit herrscht. Wir sollten lieber aufs halb volle Glas als aufs halb leere schauen. Der kurzfristige Profit möge nicht immer an erster Stelle stehen.

Weiters: Ein achtsamer, bewusster Umgang mit der Natur sollte eine Selbstverständlichkeit werden.

Last but not least: Ich möchte mit Waldquelle als innovative, nachhaltige Familienmarke einen zukunftsweisenden Weg beschreiten. Daran arbeite ich intensiv.

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Waldquelle Kobersdorf Ges.m.b.H.

Auwiese, 7332 Kobersdorf
Österreich
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