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v.l.n.r.: Thomas Reisinger (Vorstand für Operations, Infineon Austria), Lehrling Marie-Theres Staudacher, LH-Stv. Gaby Schaunig, Lehrling Maximilian Höhenberger, Claus Marx (Technischer Leiter Elektrotechnik/Informatik Technische Akademie St. Andrä) und Manfred Stippich (Geschäftsführer Technische Akademie). (Foto: Infineon Technologies Austria)

Erste Lernfabrik für Industrie 4.0 in der Technischen Akademie St. Andrä

11. Mai 2017 | 10:35 Autor: Infineon Technologies Austria Österreich, Kärnten

St. Andrä (A) Um Industrie 4.0 im Unternehmen und vor allem in der industriellen Produktion zu etablieren, müssen Ausbildung und Qualifizierung der Fachkräfte an die neuen Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. Die Frage, wie in der Fabrik der Zukunft gearbeitet wird, stellt sich für Lehrlinge in der Technischen Akademie St. Andrä ab sofort nicht mehr nur theoretisch, sondern auch praktisch mittels einer hochmodernen „Industrie 4.0-Lernfabrik“. Das Basismodell einer „intelligenten Fabrik im Kleinformat“ der Firma Festo ist eines der ersten dieser Art in Österreich.

Mit der „Industrie 4.0-Lernfabrik“ wird das Zusammenspiel klassischer industrieller Prozesse durch die der digitalen Welt ergänzt. In der industriellen Produktion kommt es heute nicht mehr nur auf das Zusammenspiel von Menschen alleine an. Die tägliche Arbeit wird zusehends um die Zusammenarbeit vernetzter Maschinen und die Nutzung von großen Datenmengen ergänzt. Manfred Stippich, Geschäftsführer der Technischen Akademie: „Wie schnell sich Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den digitalen Wandel einstellen, ist zukünftig wettbewerbsentscheidend. Daher ist es umso wichtiger, dass wir in der Ausbildung unserer technischen Fachkräfte - sei es bei unseren Lehrlingen oder in der berufsbegleitenden Weiterbildung -  schon so früh und umfangreich als möglich ansetzen. Dem tragen wir mit der ‚Industrie 4.0-Lernfabrik‘ Rechnung.“

Vernetztes Lernen im Kleinformat
Dieses Lernmodell für Industrie 4.0 der Firma Festo vereint die reale Welt der Produktion mit der virtuellen der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die „intelligente Fabrik“ umfasst u.a. vernetzte Abläufe von der Kundenbestellung, über Logistik, Produktion bis hin zu Qualitätskontrolle und Versand. Diese werden von einem „Leitstand“ aus -  auch in Verbindung mit virtuellen Assistenzsystemen wie Tablet oder Datenbrille -  bedient. Die Lehrlinge haben das Modell bereits mit bestehenden Anlagen der Akademie wie z.B. einem 6-Achsen-Roboter oder MPS-Systemen (Modularen Produktions-Systemen) verbunden und können unterschiedliche Szenarien und Problemlösungen wie in einer realen Produktionsumgebung durchspielen. „Als Lehrling ist es natürlich super, wenn man in der Ausbildung schon echte Beispiele und Abläufe an einer solch modernen Lernanlage üben kann. Das bringt uns definitiv einen Vorsprung. Wir steigen dann im Unternehmen sicher viel schneller in das Thema ein“, so die Infineon-Lehrlinge Marie-Theres Staudacher und Maximilian Höhenberger, die gerade ihre Ausbildung an der Technischen Akademie absolvieren.

Lehre 4.0 – Unternehmen wie Infineon Austria profitieren vom Wissensvorsprung
Infineon Austria beschäftigt aktuell 49 Lehrlinge im Doppelberuf Elektrotechnik und Mechatronik. Diese absolvieren die ersten eineinhalb Jahre ihrer vierjährigen Lehrausbildung in der Technischen Akademie. Als Vorreiter bei Industrie 4.0 in Österreich beschäftigt sich Infineon Austria bereits seit Jahren mit Themen der Digitalisierung. Thomas Reisinger, Vorstand für Operations bei Infineon Austria: „Aus- und Weiterbildung ist das Schlüsselkriterium für die Bewältigung des digitalen Wandels. Als Anbieter von Industrie 4.0-Produkten, aber vor allem als Anwender von Industrie 4.0-Prozessen in unserer Fertigung, ist es für uns enorm wichtig, das nötige systemorientierte Wissen in der ‚smarten‘ Fabrik in allen Ausbildungsformen zu forcieren. Das neue Lernmodell in der Technischen Akademie unterstützt die Ziele im Rahmen unserer Lehrlingsausbildung dabei ideal.“  Damit werden die Fachkräfte von morgen schneller und umfassender mit den Anforderungen der Fabrik der Zukunft vertraut gemacht.

Land Kärnten und Infineon Austria unterstützen
Beim aktuellen Modell einer intelligenten Fabrik in der Technischen Akademie handelt es sich um eine erste Ausbaustufe. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 100.000 EUR. Das Land Kärnten hat die Anschaffung mit 20.000 Euro gefördert. Infineon Austria unterstützt das Projekt mit Weiterbildungskursen rund um die Lernfabrik für die Ausbildner der Technischen Akademie in der Höhe von 15.000 Euro.  Gaby Schaunig, Landeshauptmann-Stellvertreterin des Landes Kärnten: „Kärntens gute Positionierung als Industrie- und Technologieland müssen und wollen wir auf allen Ebenen weiter ausbauen. Daher fördern wir Aktivitäten wie die intelligente Lernfabrik in der Technischen Akademie, um einen Wissensvorsprung gerade auch in der Aus- und Weiterbildung zu generieren.“ Eine Erweiterung dieses Lernmodells ist von der Technischen Akademie in den nächsten Jahren geplant.

  • Lehrling Maximilian Höhenberger, Manfred Stippich (Geschäftsführer Technische Akademie), Thomas Reisinger (Vorstand für Operations, Infineon Austria) und Lehrling Marie-Theres Staudacher. (Foto: Infineon Technologies Austria)
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